Dienstag, 6. Dezember 2016

The Death & Resurection Show


Schon länger nicht mehr wegen einem Konzert so vorfreudig gewesen wie vergangenen Samstag wegen KILLING JOKE.
Müsste ich sowas wie meine Top-05-Lieblingsbands auflisten, wären die Briten ohne Frage darunter. Wahrscheinlich sogar unter den Top 3.
Ich werd‘ mich jetzt auch mal nicht zu lange an den Begleiterscheinungen des eher ungeliebten Konzertstandorts Köln hochziehen (persönlicher Running Gag von mir), denn dafür lief es an jenem Abend trotz aller Widrigkeiten dann ja eigentlich doch ziemlich smooth.

Beim Reinkommen um ca. 19:30 spielte die Vorband gerade schon (Death Valley High – laut Eigeneinschätzung „Death Disco / Doom Pop“ und „CVLT [ɅS FVK]“ – auahaua…) und war ehrlich gesagt nicht weiter erwähnenswert.

 

Umbaupause, Intro (Musik aus „Eyes Wide Shut“), Big Paul, Geordie, Youth und Jaz kommen auf die Bühne, Jubel.
Es geht los mit „S.O. 36“. Als Opener also ein eher gemächlicher Song, aber das ist man vom Joke ja schon gewohnt.
Schon als zweites gibt es dann allerdings den Mittachtziger-Hit und Gothdisco-Evergreen ‘Love Like Blood‘ zu hören und das sich auf einer neuzeitlichen KILLING JOKE Setlist etwas seltsam anfühlende ‘Eighties‘ vom gleichen Album gleich hinterher. Das Publikum mit recht hohem Altersdurchschnitt quittiert es euphorisch. Man sieht Hände in der Luft, laut mitjohlende Münder und schräg hinter mir zeigt eine Dame mit ziemlicher Hausfrauen-Optik Boxing-Moves, mit denen man sie auch in den Hatebreed-Moshpit werfen könnte.
Es folgen ein paar weitere neuzeitliche Nummern und eine Menge weiterer 80er-Songs und alles wird im mit Sicherheit fast ausverkauften Laden (noch voller ging nämlich nicht mehr) vom Publikum ziemlich abgefeiert.
Was Powerhouse-Drummer Paul Ferguson dabei zwischen den Hauptschlägen so an weniger offensichtlichen Details rauslässt ist übrigens, wenn man mal genau hinguckt, wirklich nicht ohne.
Sympathisch hoch zwölf außerdem, wenn man den sich auf der Bühne gelegentlich gegenseitig angrinsenden Altherrenrockern anmerkt, was für einen Spaß sie selbst während des Gigs sichtlich haben.
Dass die Setlist im Vergleich zu einigen anderen Gigs der Tour um 1-2 Nummern abgespeckt wurde und es somit an diesem Abend keine „Death & Resurection Show“ gibt, auch wenn ich sie gerne gehört hätte – nuja, ich kann es verschmerzen, denn KILLING JOKE waren an diesem Abend wirklich 90 Minuten am Stück Top.
Um ganz ehrlich zu sein zehre ich am heutigen Dienstag immer noch davon, wie gut das am Samstag war…
Gute Entscheidung auch, die ersten zwei Drittel ganz vorne zu gucken, denn wie ich dann später feststellte war’s weiter hinten in dem berstenden Laden dann ja irgendwie nicht so geil.
Ferner witzig: Mit Nicoffeine-Gitarrist Soheyl und 2/3 von Valborg Leute von weiteren Bands im Publikum ausgemacht, die ich geil finde. 


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